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Überraschende Aktivität von Krebstherapeutika bei Lymphomen mit Mutationen in STAT5 entdeckt

Neue Krebstherapien werden inzwischen gezielt gegen bestimmte krebsauslösende Zellsignale entwickelt. Mit diesen zielgerichteten Medikamenten werden anfangs üblicherweise gute Erfolge erzielt, aber es kommt oft sehr schnell zu Resistenzen gegen Krebsmedikamente, die sich durch Mutationen in Onkogenen entwickeln. Diese Dynamik in den Krebszellen rechtzeitig zu entdecken und mit alternativen Therapien die Erkrankung in einer zweiten Phase zu bekämpfen ist ein wichtiger Schritt in der modernen Behandlung von Krebspatienten.

Neuer Jahresbericht von LBI-CR weist Forschungsleistung auf hohem Niveau nach

Das Ludwig Boltzmann Institut für Krebsforschung (LBI-CR) konsolidiert wissenschaftlichen Erfolg mit herausragenden Leistungen. 2016 war das zweite Jahr in Folge, indem Veröffentlichungen und die Bewilligung von Forschungsprojekten auf ungewöhnlich hohem Niveau verzeichnet werden konnte. Des Weiteren konnten die MitarbeiterInnen des LBI-CR gemeinsam mit Partnerinstitutionen wesentliche Akzente in der angewandten und klinisch translationalen Krebsforschung setzen, was auch in den Medien großen Anklang fand.

Stoffwechsel treibt Wachstum und Teilung von Krebszellen an

 Der metabolische Status der Zelle und ihrer Versorgung mit Nährstoffen wird unter anderem von der O-linked N-acetylglucosamine (GlcNAc) transferase (OGT) signalisiert. Dieses Enzym überträgt GlcNAc (orange Quadrate) als Markierung auf STAT5 an die OH-Gruppen von Threonin 92 (T). Zytokinrezeptoren aktivieren die Kinase JAK2, die STAT5 am Tyrosin 694 (Y) phosphoryliert (rote Kreise). Das führt zur schrittweisen Aktivierung von STAT5, was rot dargestellt wird.

Der Stoffwechselzustand von Tumorzellen trägt zu Signalen bei, die das Teilungsverhalten von Tumorzellen steuern. Schon der deutsche Biochemiker und Nobelpreisträger Otto H. Warburg beobachtete in den 1920er Jahren, dass Tumorzellen ihren Stoffwechsel radikal umschalten. Dieser, nach seinem Entdecker „Warburg Effekt“ genannte Prozess, wurde lange von der Krebsforschung vernachlässigt, aber neueste Forschungen belegen seine grundsätzlich Bedeutung für die Entwicklung aggressiver Tumoren.

Luisa Schmidt erhält Best Abstract Award bei LBG Health Sciences Meeting

Zum Dritten Mal wurden die besten Forschungsergebnisse beim LBG Health Sciences Meeting mit einem Preis ausgezeichnet. In der Kategorie "Krebsforschung" wurde jetzt Luisa Schmidt aus dem Team Florian Grebien am LBI-CR mit ihrem Beitrag zu "Akute Myeloische Leukämie mit CEBPA Mutationen ist sensitiv gegenüber Blockade der Menin-MLL Interaktion" ausgezeichnet.

Das war der LBG Weinherbst 2016

Am 11. Oktober veranstaltete die Ludwig Boltzmann Gesellschaft ihren traditionellen Weinherbst im Raiffeisenhaus in Wien. LBG-Präsident Josef Pröll stellte das neue "Open Innovation in Science Research and Competence Center" (OIS Center) vor, das jetzt unter der LEitung von Lucia Malfent und Marion Poetz seine Arbeit aufnimmt und Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft realisieren wird. Viele Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus der Forschung, Forschungsförderung, Politik und Wirtschaft kamen.

Jahresbericht 2015 zeigt herausragende wissenschaftliche Leistungen

Das LBI-CRblick auf ein ungewöhnlich erfolgreiches Jahr 2015 zurück, das neben organisatorischen Veränderungen von einem einmaligen wissenschaftlichen Ergebnis in der Form von Veröffentlichen und der Beteiligung an internationalen Forschungsberichten geprägt war. Der neue Jahresbericht wurde jetzt in englischer Sprache veröffentlicht und fasst nicht nur die Forschungstätigkeiten zusammen, sondern beweist auch mit beachtlichen Zahlen dass 2015 ein herausragendes Jahr war. 

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