Was kann man gegen Krebs tun?

Unser Wissen über die Auslöser von Krebserkrankungen, ihre Vermeidung und Behandlung ist umfangreich. Es existieren Evidenz-basierte Strategien zur Vermeidung, frühen Erkennung und Behandlung von Krebs, die dazu beitragen die Folgen von Krebserkrankungen zu reduzieren und zu kontrollieren. Viele Krebserkrankungen haben eine hohe Heilungsrate, wenn man sie früh genug erkennt und korrekt behandelt.

Wissenschaftler haben neue, wegweisende Methoden und Technologien für die Erforschung von Krebs entwickelt und dazu seit Jahrzehnten Mausmodelle verwendet. Die moderne Krebsforschung hat so eine Reihe ineinandergreifender Methoden etabliert, die zwischen wissenschaftlicher Entdeckung und klinischer Anwendung eine tragfähige Brücke bilden. Mausmodelle von Krebserkrankungen spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle in der Tumorbiologie. Sie unterstützen Wissenschaftler dabei, die Effizienz und Effektivität ihrer Forschung zu erhöhen, da Tumore viele verschiedene Gewebe beeinflussen, einschließlich Blutgefäße, Immunsystem und Bindegewebe. Diese Interaktionen sind äußerst komplex und im Labor nur mit Hilfe eines Versuchstieres nachzuahmen. Eine wissenschaftliche Beweisführung wird durch das Mausmodell ermöglicht, in Patienten sind solche Rückschlüsse auf die Krebsentstehung und Ausbreitung nur korrelativ und unmöglich fundiert wissenschaftlich zu beweisen. Das erklärt auch, wieso das LBI-CR neue Erkenntnisse über die Ursachen von Krebs mit Hilfe von Tiermodellen erarbeitet. Diese Ergebnisse gelangen dann in diagnostische und therapeutische Ansätze was keine Zukunftsmusik ist und bereits mehrfach erfolgreich vom LBI beschritten wurde, um Patienten mit der Erkrankung Krebs zu helfen.


Mäuse mit Expression des Fusionsproteins NPM-ALK entwickeln T-Zell-Lymphome, die sehr denen von Patienten ähneln, die eine Fusion der aberranten NPM und ALK Gene besitzen. Die Abbildung zeigt eine Maus-Lymphom mit Zellkernen (blau), FSP-1 (rot) und PDGFRB (braun), die auffallende Ähnlichkeit teilt mit dem menschlichen Krankheitsbild aufweist. Die Expression von PDGFRB in murinen Tumoren etablierte eine neue Behandlungsstrategie basierend auf der Hemmung dieses Moleküls mit der Verbindung Imatinib (Novartis), die bereits erfolgreich Patieten heilen konnte.