Florian Grebien

Onkogene Mechansimen in Akuter Myeloider Leukämie

Das Team von Florian Grebien arbeitet daran, ein besseres Verständnis der molekularen Mechanismen, die bei der Entstehung von Leukämie eine Rolle spielen zu erzielen. Dazu werden neuartige experimentells Werkzeuge entwickelt und angewendet, um die funktionelle Bedeutung von onkogenen Aberrationen zu untersuchen. Schwerpunkt unserer Forschung ist die akute myeloische Leukämie (AML). AML ist eine Krebserkrankung der weißen Blutzellen, die sich durch das schnelle Wachstum von abnormen myeloischen Zellen auszeichnet, die sich im Knochenmark ansammeln und die Produktion von normalen Blutzellen behindern.

Florian Grebien mit Thomas Eder, Stefan Terlecki-Zaniewicz,​ Luisa Schmidt, Florian Grebien, Jessica Ebner, Anna Skucha, and Johannes Schmöllerl (von links)

In der modernen Medizin soll das Konzept der personalisierten Behandlung realisiert werden. Dies erfordert ein verbessertes molekulares Verständnis der pathologischen Prozesse, die der neoplastischen Initiation und Progression zugrunde liegen. Umfassende genetische Studien haben eine hohe Anzahl von Mutationen zutage gefördert, die zur Krebsentstehung beitragen können. Eine gründliche experimentelle Validierung dieser neu identifizierten Veränderungen mit gängigen Methoden ist zeitlich aufwendig und kann daher nicht mit dem Tempo der ständig beschleunigenden Publikation von genomischen Daten mithalten. Daher stellt die Entwicklung neuartiger Werkzeuge für die funktionelle Charakterisierung von Krankheitsprozessen eine der grossen aktuellen Herausforderungen in der modernen Biologie dar.

Wir kombinieren neue zelluläre Expressionssysteme in Kombination mit modernsten proteomischen, genomischen und transkriptomischen Ansätzen in einer robusten experimentellen Pipeline, die eine umfassende Charakterisierung von onkogenen Mutationen ermöglicht. Dies wird durch funktionelle Studien ergänzt, um spezifische molekulare Schwachstellen der onkogenen Mutation zu identifizieren und genau zu analysieren. Unsere Ergebnisse werden an Mausmodellen und Patientenmaterial validiert, um eine klinische Relevanz der Ergebnisse zu bestimmen.

 

 

Schematische Darstellung der experimentellen Vorgehensweise des Team Grebien.